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Chronik des HDI

Der geistige Vater des Heimatdienst Illertal e.V. und des Schwäbischen Bauernhofmuseums Illerbeuren ist Hermann Zeller, unter seinem Vorsitz fand am 8. Dezember 1948 im Rößle in Lautrach die Gründungsversammlung des Heimatdienst Illertal e.V. statt.


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Der erste Vorsitzende wurde Jakob Fickler, 44 Mitglieder traten dem neu gegründeten Verein bei. Das Hauptaugenmerk galt der Sammlung verschiedenster Exponate für das geplante Museum. Im Jahre 1954 konnte der Verein, mit Unterstützung der Gemeinde unter Bürgermeister Julian Fürgut und dem Landratsamt, die St. Ulrich-Sölde für den Betrag von 13.000,00 DM erwerben. Der fast 400 Jahre alte Mittertennenbau bedurfte umfangreicher Restaurierungsmaßnahmen, aber bereits ein Jahr später, am 11.06.1955, konnte mit der St.-Ulrich-Sölde das erste süddeutsche Bauernhofmuseum eröffnet werden. Die gemütliche Atmosphäre machte das Museum schon bald zum Schauplatz verschiedenster Feste und Veranstaltungen.
Am 15.04.1966 faßte der Landkreis den Beschluß, Mitglied des Heimatdienst Illertal zu werden. Mit dem Jahresbeitrag von 5,00 DM sollte der Ausbau des Museums gefördert werden. In einem Rundschreiben vom 05.09.1966 empfahl der damalige Landrat Martin Frehner den Gemeinden des Landkreises Memmingen, dem Heimatdienst Illertal beizutreten. Je nach Leistungsfähigkeit der Gemeinden sollte der Förderbeitrag zwischen 10,00 und 100,00 DM liegen. 35 Gemeinden folgten diesem Aufruf, nur weinige sind es bis heute.

 

Die Häuser Eröffnung
   
St. Ulrich-Sölde 1955
Arlesrieder Pfarrstadel 1967
Krugzeller Zehentstadel 1971
Uttenhof 1972
Göpelhaus 1972
Grieshof 1973
Volkratshofer Kornspeicher 1974
Gromerhof 1976
Bienenhaus 1976
Woringer Häusle 1977
Bachkuche 1978
Buxheimer Haus 1979
Lobacher Schmiede 1980
St. Leonhard Kapelle 1980
Feuerwehrhaus Dickenreishausen 1983

 

Im Jahre 1972 wurde Hermann Zeller als Kreisheimatpfleger des Landkreises Unterallgäu hauptamtlich angestellt und konnte sich nun voll und ganz um die Belange des bereits stark vergrößerten Museums-komplexes kümmern.
1973 wurde das Freilichtspiel "Der Dreißigjährige Krieg"anläßich des 25-jährigen Vereinsbestehens erneut aufgeführt. Das Festspiel begeisterte 8000 Zuschauer.

Im selben Jahr erfolgte ein Wechsel an der Vereinsspitze. Jakob Fickler erklärte während der Jahreshauptversammlung am 28.12.1973, daß er nach 26 jähriger Tätigkeit sein Amt als 1. Vorsitzender an einen Nachfolger abgeben wolle. Mit Joachim Poetter hatte man wiederum einen umsichtigen weit vorausblickenden 1. Vorsitzenden gefunden, der zukünftig die Geschicke des Vereins leiten sollte. Noch in derselben Versammlung wurde Jakob Fickler unter großem Beifall der Anwesenden zum Ehrenvorsitzenden des Heimatdienst Illertal ernannt.
In den Jahren 1974 - 1976 wurde der Wohntrakt im Grieshof saniert und im Gromerhof eine Museumsgaststätte eingerichtet. 1980 konnte das Bauernhofmuseum Illerbeuren sein 25-jähriges Bestehen feiern. Festtermin waren der 20. und 21. September. Unter Anwesenheit vieler prominenter Ehren- und Festgäste wurde aus diesem Anlaß die Lobacher Schmiede und die St. Leonhardkapelle eingeweiht und ihrem Zweck übergeben. Die ersten Handwerkertage am 20. und 21.09.1980 waren ein großer Erfolg. Am 09.11.1980 wurde der 1. Leonhardiritt veranstaltet.
Der ehemalige Pfarrstadel wurde von der Diozöse Augsburg dem Heimatdienst Illertal unter der Bedingung überlassen, das Gebäude in Stand zu setzen und zu erhalten. Der damalige Bezirksschützenmeister von Schwaben, Bernhard Oberst, richtete im Pfarrstadel das einzige Schützenmuseum Deutschlands ein. Das Schützenmuseum ist dem Bauernhofmuseum angeschlossen und wurde am 17.07.1982 eröffnet.
Die Aufgaben, welche der Verein in punkto Museum zu leisten hatte, überstiegen allmählich die Grenze des Machbaren. Die Leitung und Verwaltung des Museums stellte enorme Anforderungen an die Verantwortlichen. Die Katalogisierung und Archivierung der riesig angewachsenen Sammlung wurde für die wenigen Mitarbeiter zu einer schier unlösbaren Aufgabe. Der gesamte Komplex war für die Verantwortung eines kleinen Vereines zu groß geworden. Aus diesem Grunde trafen sich am 03.03.1983 Vertreter des Bezirkes Schwaben, des Landkreises Unterallgäu und des Heimatdienst Illertal e.V. zur konstituierenden Versammlung und gründeten den Zweckverband Schwäbisches Bauernhofmuseum Illerbeuren. Die Leitung des Museums ging in diesem Zusammenhang auf Dr. Otto Kettemann über. Der unermüdliche Initiator dieses einzigartigen Kulturdenkmales, Herr Hermann Zeller, ging in den wohlverdienten Ruhestand. Am 13.10.1984 trat der 1. Vorsitzende Joachim Poetter von seinem Amt zurück. Eine schwere Krankheit zwang ihn zu dieser Entscheidung. Zu seinem Nachfolger wurde Herr Bernhard Oberst gewählt. Der Verein hatte zu dieser Zeit 418 Mitglieder und die Zahl der Museumsbesucher betrug jährlich etwa 65.000.
Der Heimatdienst war als alleiniger Träger des Museums ungeheuren Belastungen ausgesetzt, vergaß jedoch seine sonstigen Aufgaben keinesfalls. Programme der Volkshochschule Memmingen wurden angeboten, Autorenlesungen fanden statt. Vorträge verschiedenster Art wurden abgehalten und die interessanten Jahresausflüge erfreuten sich immer größerer Beliebtheit. Ziel dieser Ausflüge war es von Anfang an, den Beteiligten die Schönheit unserer näheren Heimat vor Augen zu führen. So wurden z. B. Städte wie Kempten, Füssen, Wangen, Memmingen und Ulm mit ihren mittelalterlichen Stadtkernen und ihren historischen Bauwerken und Sakralbauten besucht. Auch andere Freilichtmuseen wurden besichtigt, um Vergleiche mit dem heimischen Bauernhofmuseum anstellen zu können. Am 06.04.1989 trat der Heimatdienst Illertal e.V. dem Heimatbund Allgäu bei, dessen Jahreshauptversammlung auch schon in Illerbeuren stattfand.
Am 17.11.1992 verstarb der langjährige 1. Vorsitzende Joachim Poetter nach langer, schwerster Krankheit. Mit ihm verlor der Verein eine Persönlichkeit, die an der Vereinsgeschichte maßgeblichen Anteil hatte.
Ebenfalls wegen schwerer Krankheit trat Herr Bernhard Oberst am 08.05.1993 von seinem Amt als 1. Vorsitzender des Vereins zurück, dessen Nachfolger Herr Hans Jürgen Eibl wurde. Der Initiator des Schützenmuseums, Herr Bernhard Oberst, verstarb im Jahre 1997.
Ende des Jahres 1997 begannen die Vorbereitungen für das 3. Illerbeurer Freilichtspiel, das anläßlich des 50-jährigen Vereinsbestehens zwischen dem 11.07. und dem 08.08.1998 zur Aufführung kommen sollte. Das Freilichtspiel trug den Namen "Schwedenkrieg und Hexenwahn" und handelte vom 30-jährigen Krieg in unserer näheren Heimat. Die Planung und Durchführung des Festspiels bedeutete für den Verein ein großes Maß an Arbeit, wobei er tatkräftig von den Bürgern der Gemeinde Kronburg unterstützt wurde. Alle Kostüme wurden von Mitbürgern oder deren Frauen geschneidert. Die Regie führte Frau Brunhilde Rausch aus Altusried, ungefähr 120 Mitwirkende, etliche Pferde und ein Schäfchen waren auf der Bühne. Man spielte im alten Teil des Museumsgeländes, wobei die Museumshäuser in das Spielgeschehen mit einbezogen wurden. Zu den Mitwirkenden sollte man noch die Musikkapelle Illerbeuren/Kronburg mit ihren etwa 60 Aktiven hinzuzählen, die bei jeder Veranstaltung aufspielte. 10.000 Besucher haben sich dieses einmalige Schauspiel angesehen. Des großen Erfolges wegen, wurden noch vier Nachspieltermine angefügt, die auch restlos ausverkauft waren.
Am 08.12.1998 konnte der Heimatdienst Illertal e.V. auf ein halbes Jahrhundert bewegter und überaus erfolgreicher Vereinsgeschichte zurückblicken. Der Verein wurde in den vergangenen 50 Jahren zu einem festen Bestandteil unserer Kulturlandschaft.

Am 13.04.2000 wurde ein neuer erster Vorsitzender gewählt, weil sich der bisherige nicht mehr zur Wiederwahl stellte. Holger Klockmann wurde einstimmig gewählt und steht bis heute dem HDI vor.

Die 1. Vorsitzenden des Heimatdienst Illertal
seit seiner Gründung im Jahre 1948:

08.12.1948 - 28.12.1973    Jakob Fickler   
     
28.12.1973 - 13.10.1984    Joachim Poetter   
     
13.10.1984 - 08.05.1993    Bernhard Oberst   
     
08.05.1993 - 13.04.2000    Hans Jürgen Eibl   
     
ab 13.04.2000    Holger Klockmann   

Die derzeitige Vorstandschaft des Heimatdienst Illertal:

 

1. Vorsitzender Holger Klockmann
2. Vorsitzende Annemarie Müller
Custos Ruprecht Schmid
1. Kassier Michael Kalchgruber
2. Kassier Josef Stuiber
1. Schriftführerin Erika Schweer-Baumeister
2. Schriftführer Petrus Mayr
   
Ausschussmitglieder:  
  Jürgen Eibl
  Karl Frieß
  Georg Geiger
  Markus Müller
  Franziska Wacker
Chronist: Josef Stuiber
   

 

Derzeit hat der Verein 395 Mitglieder.
Diese Vorstandschaft zeichnet sich aus durch dynamische, harmonische und konstruktive Zusammenarbeit und ist stets bemüht, den Idealen des Heimatdienst Illertal e.V. "Der Erhaltung unseres alten Kulturerbes für die Nachwelt" gerecht zu werden.
Zum Leonhardiritt im Jahr 2000 hat der HDI eine Leonhardfigur schnitzen lassen, die nun in der Museumskapelle steht und jeweils zum gleichnamigen Ritt auf einem Festwagen mitgeführt wird. Möglich wurde diese Anschaffung durch zahlreiche Spenden von Unternehmen und Bürgern auch außerhalb der Gemeinde Kronburg.


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"In Würdigung seines Gesamtwerkes für die Heimat Allgäu verleihen wir im Jahre 2002 den Magnusstab an den Heimatdienst Illertal e.V.- Heimatbund Allgäu-", so steht es geschrieben auf der Urkunde, die dem Verein am 19. Oktober 2002 zusammen mit der Nachbildung des Magnusstabes aus der St. Mang Kirche in Füssen bei einem Festakt im Gromerhof vom Weihbischof Josef Grünwald aus Augsburg überreicht wurde. Dieser Stab wird ebenfalls in der Museumskapelle ausgestellt.


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Unser Verein bemüht sich auch darum, Bildstöcke und Pestsäulen in Wald und Flur der Gemeinde Kronburg zu restaurieren und zu erhalten, Wanderwege sollen ausgeschildert werden und Brauchtumsveranstaltungen im Museum und im Gromerhof abgehalten und die Freilichtspieler vom Festspiel 1998 nehmen weiterhin mit ihren historischen Kostümen an Umzügen teil.
Am 26. September 2004 verstarb das Ehren- und Gründungsmitglied Hermann Zeller im 86. Lebensjahr.

Diese Chronik wurde 1998 von Siegfried Puchinger aus Legau niedergeschrieben,
im Jahr 2005 überarbeitet und aktualisiert von Holger Klockmann.

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